Gestalte Dein digitales Leben –
und das deiner Kunden!

Die Digitalisierung als Allheilmittel - wer glaubt noch wirklich daran. Jeder muss die Entscheidung für sich treffen wie viel Digitalisierung gut tut. Und die Unternehmen entscheiden für ihre Kunden den Grad der "gesunden" Digitalisierung.

Eine geschichte aus dem Alltag
Es ist 20.15h. Gerade noch rechtzeitig habe ich die wichtigen Einkäufe geschafft. Vor allem frische Lebensmittel bestelle ich noch nicht online. Aber etwas Digitales hat in mein Einkaufsverhalten in den letzten Monaten Einzug gehalten. Eine App. Bring!, die digitale Einkaufsliste am Handy. Ich kann mehrere Listen erstellen (Zuhause, Büro, Apotheke, Baumarkt …) und für mehrere Mitglieder in einem Haushalt nutzbar machen, wenn gewünscht. Wir sind ja nur zu Zweit, da ist das ja noch leicht, aber selbst ich liebe es gemeinsam mit meinem Mann die Einkaufslisten in Bring! zu befüllen und dadurch unsere Einkäufe spielerisch zu verwalten. Für mich definitiv eine der Apps, die mir in den letzten Monaten das Leben echt erleichter hat. Ich habe noch nie gerne reale Einkaufslisten geschrieben - ich schreibe ja generell nicht gerne. Alles war in meinem Kopf und hat Speicherplatz belegt. Jetzt macht es Spaß meinem Mann noch schnell während des Einkaufes ein paar Sachen in die Liste zu werfen, in Echtzeit und echt lustvoll! Ich habe sogar das Gefühl er geht lieber Einkaufen, bringt auch viel eher die wirklich wichtigen Dinge zum richtigen Zeitpunkt mit! Ehefrieden, Bring! sei dank.

Ist die Zukunft nur mehr Smart?
Aber da gibt es auch noch eine andere Seite. Werden wir demnächst ohne Smart Phone die analoge Welt nicht mehr bewältigen können? Werden wir wenn Bargeld abgeschafft werden sollte unsere elektronische Geldbörse am Handy mit uns herum schleppen? Werden wir noch Landkartenlesen können, Produkte aber auch Menschen kennen lernen und mit ihnen in Kontakt kommen ohne vorher die digitale Welt darüber befragt zu haben? Werden wir unsere Nachrichten und Informationen nur mehr aus dem Netz bekommen, zu dem wir nicht immer das notwendige Vertrauen in Hinsicht auf Qualität und Seriosität haben. Aber wie viel geben wir von unserem Leben preis? Und: sind das die wirklich relevanten Fragen, die ich mir in Bezug auf die Nutzung solcher digitalen, meist gratis Service Devices stellen muss? Diese App weiß wann ich was kaufe und in welchem Rhythmus. Es ist jetzt sicherlich möglich mit Hilfe eines Algorithmus aus meiner Einkaufsliste, meinem Alter, meiner Adresse ein Profil zu erstellen und zu prognostizieren, wie gesund ich lebe, welche Lebensversicherung ich noch abschließen kann oder welchen Kredit ich noch bekommen sollte? Was passiert mit meinen Daten über die reine Webanwendung hinaus? Sind wir uns immer dessen bewusst, dass keine App gratis ist – auch wenn ich für vieles nichts zahle? Die Währung hier ist viel wertvoller als Geld! Es sind meine Daten, mein freiwilliger Einblick in mein Verhalten, das wertvolle Informationen enthält. Und wie kann ich sicher sein, dass diese Daten in meinem Sinne und zu meinem Nutzen verwendet und eingesetzt werden. Gibt es in der digitalen Welt überhaupt Sicherheit?

Wie viel Sicherheit braucht die digitale Welt?
Die fehlende Sicherheit, das fehlende Vertrauen in Bezug auf digitale Information und deren Verwendung kann einen einfachen Hintergrund haben. In der analogen Welt arbeiten wir mit unserem 5 Sinnen um in Kontakt zu gehen und die Validität z.B. einer Aussage zu (über-)prüfen. Das gibt uns Sicherheit, wir können Vertrauen aufbauen und im nächsten Schritt Bindung erzeugen. In der digitalen Welt bleiben im Normalfall nur 2 Sinne übrig. Das ist zu wenig für uns, um das subjektive Gefühl von Sicherheit zu bekommen. Deshalb brauchen wir zusätzliche (Sicherheits-)kriterien, z.B. Empfehlungen für Produkte, Austausch mit anderen Usern, digitaler Austausch mit anderen Menschen …. die wir eigentlich wieder nicht kennen. Aber anscheinend vertrauen wir diesen Begegnungen ungesehen, alles um mehr Sicherheit zu bekommen bei unseren Entscheidungen. Im Wissen darüber, dass die meisten Produktkommentare nachweislich gesteuert sind. Aber wir wissen ja nicht welche … Und im Übrigen wissen wir seit einem twitternden Präsidenten jetzt wie das heißt: das sind alternative Fakten! Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Digitaliiserung im Verkauf
TUnd genau da setzt unser Leben als exzellenter Verkäufer an. In der Unterstützung des Kunden im Umgang mit Vielfalt: mit vielfältigen Informationen, mit vielfältigen Alternativen, mit (zu) vielen möglichen Varianten. Käufer brauchen heute wie auch früher Sicherheit um eine gute Entscheidung für sich zu treffen. Und diese Sicherheit kann nur über Vertrauen erzeugt werden. Und die stabilste Ebene des Vertrauen ist immer noch die zu einem mir vertraut gemachten Menschen. Diese Basis kann natürlich auf vielen Ebenen hergestellt werden, manchmal persönlich, aber auch am Telefon oder im Netz.

Nicht nur im Verkauf wird es zunehmend darum gehen die persönliche Digitalisierung zu gestalten. Für mein Produkt, meine Leistung, meine Kunden und nicht zuletzt für mich selber. Was ist ein gesunder Umgang mit der Digitalisierung, wie finden wir die richtige Balance zwischen „Mensch und Maschine“? Wie viel Zeit verbringen wir in welcher Welt um unsere individuellen Bedürfnisse zu befriedigen? Und vor allem wann und zu welchem Zweck. Und um welchen Preis. Um mehr Sicherheit zu bekommen braucht es wahrscheinlich manchmal die zusätzlich klassische Sinneswahrnehmung, vor allem die Haptik und damit die Berührung auf einer körperlich spürbaren Ebene. Dann brauchen wir keine Angst haben vor dem großen digitalen Hype, dem Neuen, der Vielfalt.

Vertraue Dir selbst und deiner Wahrnehmung
Was macht uns also „sicher“? Ich denke es ist die sensible eigene Wahrnehmung, der souveräne Umgang mit den eigenen Bedürfnissen, um ein möglichst angstfreies Leben zu erleben. „Die Angst war schon vorher da!“ sagt der Priester und Philosoph Paul M. Zulehner in Bezug auf die Flüchtlingsfrage und die große Diskussion über gestiegene Angst und fehlende Sicherheit der Bürger. „Endängstigung“, wie er sie bezeichnet, geschieht nur über Kontakt. Daraus entsteht Vertrauen und über Vertrauen schlussendlich Bindung. Das erleben wir schon als Baby im Mutterleib. Und nichts ist wichtiger für die gesunde Entwicklung eines Babys als direkt nach der Geburt wieder in körperlichen Kontakt zu kommen. Auch wenn wir schon den digitalen Roboter in der Altenpflege kennen, wird dieser erste haptische Kontakt hoffentlich noch lang von echten Menschen ausgeführt werden.

Ich bin mir bewusst, meine vielfältigen Informationen, die ich in Bring! als Fußabdruck hinterlasse, sind ein Ausgleich, eine Art Währung für die Arbeit, die die Entwickler geleistet haben mir das Leben zu erleichtern und mir sogar Spaß am lästigen Einkaufen zu verschaffen. Ich vertraue auf den Umgang mit meinen Informationen. Nicht nur weil dahinter ein Entwicklungsteam aus der Schweiz steht. Auch weil ich an die Vernunft der Menschen im Umgang mit der Digitalisierung glaube. Schlussendlich. Damit wir alle Miteinander wieder mehr in Sicherheit und Vertrauen leben und entscheiden können. Auch in unserer Gesellschaft.

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